Vita von Klaus Henneberg

Der Fotograf und Globetrotter Klaus Henneberg erblickte 1964 in Frensdorf bei Bamberg das Licht der Welt. Von Beruf studierter Diplom-Finanzwirt arbeitet er seit mehr als 30 Jahren in Staatsdiensten. Doch schon früh bemerkte er, dass in ihm eine künstlerische Ader schlummert.

Beginn einer Leidenschaft

Seit seiner ersten Fernreise 1991 in die USA lebt er diese Ader fotografisch auf seinen vielen Reisen aus, die ihn inzwischen (seit Australien 2015) rund um den Globus führten. Wenn möglich organisiert er seine Reisen selbst, greift aber manchmal auch auf Spezialanbieter zurück. Besonders gerne fotografiert Klaus Henneberg Menschen aus fremden Kulturkreisen, wie er sich überhaupt brennend für exotische Kunst und Kultur interessiert.

Als „verloren gegangener Lehrer“ sagt man ihm nach, er verstünde es besonders gut, gerade historische und geografische Zusammenhänge in seinen Vorträgen zu erläutern. Durch seine vielen Begegnungen mit interessanten Menschen hat der Globetrotter aber immer auch außergewöhnliche Geschichten auf Lager, mit denen er seine Vorträge „würzt“. Der in Pettstadt bei Bamberg wohnende Klaus Henneberg bietet semiprofessionelle Reise-Vorträge, heutzutage natürlich digital, in seiner näheren Heimat an. Bei Erstattung der Fahrtkosten wäre er aber auch gern bereit, in ferneren Gefilden seine Vortragskunst unter Beweis zu stellen. An exotischen und "normalen" Reisezielen mangelt es zu keiner Zeit.

Reisen zwischen den Wendekreisen

2009 führte ihn seine einzige Reise in das faszinierende Mali in West-Afrika, wo insbesondere das “Féstival sur le Niger”, ein dreitägiges Musik-Festival in der Stadt Ségou am Niger, besucht wurde. Im Jahr 2010 unternahm er wieder zwei Trips, einen ins tropisch-exotische Brasilien und zusammen mit 7 Frauen ging’s ins orientalisch und islamisch geprägte Marokko. Die erste Tour 2011 ging geführt nach Israel, nicht zu Unrecht auch “Heiliges Land” genannt (das aber nicht nur Israel umfasst). Im Spätherbst bereiste er das märchenhafte Myanmar, ganz auf dem Exotik-Trip, wie ihm sogar der “Fränkische Tag” in einem halbseitigen Artikel am 10. Oktober 2011 attestierte. Im Frühjahr 2012 führte ihn eine dreiwöchige Reise in die ehemalige deutsche Kolonie Kamerun in Westafrika. Ein Höhepunkt war die Teilnahme an einer dortigen Hochzeit als Ehrengast. Ein privater einwöchiger Segeltörn vor Ibiza verdient fast keine Erwähnung.

Der Weg war das Ziel

Im Sommer 2013 war sozusagen der Weg das Ziel: Der nur gut zweiwöchige Trip durch die drei Länder Russland, Mongolei und China mit der Transsibirischen Eisenbahn stellte im Prinzip eine “Kreuzfahrt auf Schienen” dar, denn die Reise wurde im luxuriösen Zarengold-Express durchgeführt. Von den gut 7000 geschossenen Aufnahmen kann nur ein minimaler Bruchteil auf der Homepage gezeigt werden. Durch die Unmenge an Fotos schulte der Referent exzessiv tage- und auch so manche Nacht lang seine fotokünstlerischen Fähigkeiten. Aufgrund der Bilderfülle musste ein Vortrag über diese außergewöhnliche Reise in zwei Teile gesplittet werden und hat bereits viele Gruppen begeistert.
Das Reiseziel im Jahr 2014 lag im zu Unrecht nur als Drogenregion verschrieenen Kolumbien. Da die Reise mit Familienanschluss stattfand, wurden dem Referenten auch tiefe Einblicke in die "bessere" Gesellschaft gewährt.

Endlich auch auf dem Fünften Kontinent

Im Frühjahr 2015 besuchte Klaus Henneberg extra die Internationale Tourismusbörse ITB in Berlin, um sich endgültig darüber im Klaren zu werden, ob es nicht an der Zeit sei, auch dem Fünften Kontinent einen Besuch abzustatten. Damit wäre jeder Kontinent mindestens ein Mal besucht worden. Den Weltenbummler interessieren ja an sich vor allem exotische Reiseziele. Schließlich rang er sich doch durch und absolvierte gleich eine vierwöchige Gruppenreise mit dem Veranstalter Djoser. Der Trip führte von Sydney über Melbourne und Adelaide ins Outback zum Ayers Rock (Uluru), dann per Flug nach Darwin und in den Kakadu-Nationalpark. Endpunkt der Reise war Cairns mit einem Schnorchelausflug ins Great Barrier Reef. Nachdem der Globetrotter nicht unbedingt euphorisch von Downunder daheim berichtete, stellte ein guter Freund treffend fest: "Klaus, zu deinem Lebensentwurf gehört es einfach, dass du auch mal in Australien warst."

Zwei Mal hintereinander in Afrika

Im Herbst 2016 stand ein dreiwöchiger Safari-Trip nach Kenia und Tansania auf der Agenda, allerdings ergänzt um eine knappe Woche Privatbesuch bei einem tansanischen Bischof, mit dem Klaus Henneberg persönlich befreundet ist. Da die Anreise zu diesem über den nächstgelegenen Flughafen in Kigali/Ruanda erfolgen musste, gestaltete sich die Visa-Beschaffung extrem kompliziert und wurde nur durch Einschaltung eines Visa-Beschaffungs-Büros in Berlin möglich. Beinahe hätte die Reise gar nicht statt gefunden, denn just 45 Minuten vor Abfahrt zum Bahnhof fiel die Wohnungstür ins Schloss mit innen steckendem Schlüssel. In seiner Panik fiel dem Weltreisenden nichts anderes ein, als mit der blanken Faust die teilverglaste Wohnungstür einzuschlagen. Die Folge war eine stark blutende, klaffende Wunde am rechten Unterarm. Hätte die Notfallstation am Klinikum Bamberg nicht sofort durch Nähen der Wunde geholfen und wäre Klaus' Bruder nicht bereit gewesen ihn zum Frankfurter Flughafen zu chauffieren, wäre der monatelang geplante Trip in letzter Minute noch ausgefallen. So aber ging alles Gottlob noch einmal gut aus. Bischof Severine zeigte seinem Freund die Schätze seiner Diözese, insbesondere das von Deutschland unterstützte Projekt eines Mädchen-Internats (Bweni).
In den zwei Wochen Safari liefen dem Fotografen zumeist die gleichen Tierarten (Big Five) vor die Linse, dennoch waren die Besuche in den kenianischen und tansanischen Nationalparks stets aufregend. Wer hat schon das Glück, ein Löwenpaar beim Begattungsakt, der mit lautem Gebrüll endete, aus fünf Metern Nähe beobachten zu können. Dank des fahrerischen Geschicks der Local Guides wurden auch die seltenen Leoparden und Geparden gesichtet. Die Reise klang mit einigen Tagen Badeaufenthalt auf Sansibar aus, aber natürlich durfte ein Tagesausflug in die Insel-Hauptstadt Stone Town nicht fehlen. Dort stieß man erstmalig auf Spuren deutscher Kolonialgeschichte, denn gut 30 Jahre lang war Tansania damals die Kolonie Deutsch-Ostafrika.

Bereits drei Monate später im Februar 2017 unternehm Klaus Henneberg den nächsten Trip nach Afrika, obwohl er sonst immer bestrebt ist, die Kontinente zu wechseln, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Die Katholische Landvolk Bewegung Bamberg hatte eine Studien- und Begegnungsreise in den Senegal ausgeschrieben. Anlass war das 10-Jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen der Erzdiözese Bamberg und der Diözese Thiès, 60 Kilometer östlich von Dakar. Klar, dass vor diesem kirchlichen Hintergrund der Schwerpunkt der Reise vor allem auf Besuchen sozial-caritativer Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen, Krankenhaus und Ausbildungszentren lag.
Auch an zwei Pontifikalgottesdiensten wurde teil genommen und eine Fußwallfahrt zum Mont Rolland absolviert. Aber natürlich standen auch touristische Ziele wie ein Tierpark, die Hauptstadt Dakar mit der vorgelagerten einstigen Sklaveninsel Gorée und Baden im Atlantik auf dem Programm. Mehrere Male gab es offizielle Termine, wie die Vertragsunterzeichnung zwischen der KLB Bamberg und MARCS, dem senegalesischen Pendant. Diese Anlässe wurden, trotz Fastenzeit, zünftig gefeiert mit Festmahl, Bier, Wein und Tanz. Da zeitgleich auch eine französische Delegation vor Ort war, konnte man direkte internationale Freundschaften pflegen, selbst wenn es manchmal an der Sprache etwas haperte.
Der Vortrag, den Klaus Henneberg über diese besondere Reise ausgearbeitet hat, heißt in logischer Konsequenz: "Senegal 2017 - Ein Besuch bei Freunden".

Reisen im Jahr 2018

Der Wochentrip in Sankt Petersburg, dem "Venedig des Nordens", hielt absolut, was man sich im Vorfeld davon versprechen konnte. Zum einen bietet die russische Metropole an der Ostsee wirklich Kultur satt mit dem Katharinenpalast, Peterhof, Winterpalais, Fabergé-Museum, um nur die Highlights zu nennen. Auch der Wunsch, die besonderen "Weißen Nächte" bei nächtlichen Brückenöffnungen über die Newa zu erleben sowie ein wenig Schnuppern von WM-Atmosphäre auf den Fanmeilen, ging für den Globetrotter in Erfüllung.

Die Herbst-Reise ins unentdeckte Südamerika (kein Reiseführer auf deutsch verfügbar) mit den drei Sprachinseln Guyana (englisch), Suriname (niederländisch) und Französisch-Guyana ließ den Reisenden eher an die Karibik denken. Die Highlights sind überschaubar. In Guyana rentierte sich der Ausflug zum Kaieteur-Wasserfall mit einer 14-sitzigen Cessna allein schon um des herrlichen Fluges willen. Gottlob wird in der ehemals britischen Kolonie noch kein Raubbau mit dem unberührten Regenwald betrieben. Natürlich war auch der fast 230 Meter in die Tiefe stürzende Wasserfall in totaler Dschungel-Umgebung sehr beeindruckend. In Suriname ist neben Dschungel-Feeling in Dörfern von ehemals entlaufenen Sklaven, den sog. Maroons, vor allem die Hauptstadt Paramaribo mit ca. 250000 Einwohnern sehenswert. Im Gegensatz zu Georgetown in Guyana und Cayenne in Franz.-Guyana, die trotz Hauptstadt-Status fast dörflichen Charakter aufweisen, darf sich Paramaribo mit Recht als Stadt bezeichnen. Das als Übersee-Departement zu Frankreich gehörende Französisch-Guyana weist zwei absolute Höhepunkte auf. Zum einen die Teufelsinseln vor der Küste, die bei einer Katamaran-Tagestour besucht werden können. Weltberühmt wurden diese als Gefängnisinseln genutzten Eilande durch den Roman und Spielfilm "Papillon", verfilmt mit Steve McQueen und Dustin Hoffman. Ebenfalls bei der Stadt Kourou gelegen ist der berühmte Weltraumbahnhof der ESA (European Space Agency). Bei der kostenlosen(!) dreistündigen Tour mit dem Bus durch das 700 km² große Areal lernt man viel Wissenswertes über die ausgeklügelte Technik alle Arten von Satelliten ins All zu schießen. So ist der Startplatz direkt am Atlantik ideal für Starts nach Osten, weil die nicht wieder verwendbaren Booster-Zusatzraketen über Wasser herab fallen und im Falle einer falschen Flugbahn die Rakete gefahrlos für Menschen zur Explosion gebracht werden könnte. Vor allem aber profitiert eine Ariane-Rakete (derzeit noch Modell 5, demnächst Modell 6) von der hier am Äquator höchsten Erdumdrehungsgeschwindigkeit mit mehr 1600 km/h(!) und nimmt diesen Spin mit ins All. Gegenüber Cape Canaveral in USA und Baikonur in Kasachstan kann daher 15 % bzw. 30 % Treibstoff eingespart werden. In der Endgeschwindigkeit muss Rakete und Satellit rund 26000 km/h erreichen, das sind mehr als 7(!) Kilometer pro Sekunde, um die Erdanziehungskraft zu überwinden. Diese Tour entschädigte bei weitem für die wenig vorhandene Tierwelt in allen drei Guyanas.
Praktisch ist im hochpreisigen Französisch-Guyana natürlich auch, dass man mit dem Euro zahlt.

Letzte Reise

In den Ostertagen des vergangenen Jahres begab sich Klaus Henneberg auf eine Reise nach Andalusien. Neben dem einmaligen architektonischen Nebeneinander von maurischem und christlich-gotischem Baustil, wie es am wunderbarsten wohl die Mezquita von Cordoba zeigt, aber natürlich auch die viele Alcazare und Gärten, beeindruckten den Weltenbummler die in der Karwoche täglich stattfindenden Prozessionen. Zwar muten die Verkleidungen der Männer mit ihren düsteren Kapuzen zunächst wie "Ku-Klux-Klan" an, tatsächlich handelt es sich dabei aber um eine alte spanische Tradition. Begleitet wird ein solcher von einer "Hermandad" (Bruderschaft) ausgerichteter Trauerzug auch von ganz in Schwarz gekleideten Frauen, die Haare zu einem strengen Dutt hochgesteckt. Auch Kinder sind, sogar im Kinderwagen geschoben, mit dabei. Angeführt wird der Zug von einem Priester samt Ministranten, der ein großes Kreuz hoch hält. Blickfang des Zuges sind jedoch die mitgeführten fast mannshohen Figuren, die zumeist den gefesselten, leidenden Christus zeigen und die Madonna im blauen Gewand. Ein Knochenjob für die etwa 20 Träger, die sich nur in Trippelschritten vorwärts bewegen können. Last not least darf eine Musikkapelle nicht fehlen, die oft bis Mitternacht ihre traurigen Weisen anstimmt, zu denen die Prozession oft eher steht als voran schreitet.
Außer den Städten Malaga, Granada, Cordoba, Sevilla und Ronda besuchte man auch Cadiz am Atlantik, nahm in Jerez an einer Sherry-Verkostung teil und unternahm einen Abstecher ins britische Gibraltar mit seinem markanten Felsen, von wo aus man das nahe Afrika erblicken konnte.